F: WAS IST DIE AUTHENTICSHE JAPANISCHE KÜCHE?
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A taste of the future. AJINOMOTO

Image of Japanese tea celemony Geschichte - eine Küche mit einem reichen Erbe

Die Geschichte über die Entstehung der japanischen Küche ist faszinierend und ist natürlich unauslöschlich mit der Landesgeschichte Japans verbunden.

Gegensätzliche Küchenstile
Hunderte von Jahren nachdem sich die japanische Küche während der Nara- (710-794) und Heian- (794-1185) Ären zum ersten Mal als ein eigener Koch- und Essstil entwickelt hatte, ernährten sich die herrschende Klasse und die breite Masse mit vollkommen anderen Arten von Lebensmitteln. Erstere genossen formelle und wunderschön hergerichtete Mahlzeiten, die den Wechsel der Jahreszeiten widerspiegelten. Hierzu gehörten auch die Shojin, Honzen und Cha-Kaiseki Küchenstile. Sie bestehen aus mehreren Gängen, worunter Suppen und zahlreiche kleine Gerichte und werden noch bis heute als Kaiseki Ryori gegessen, üblicherweise allerdings nur noch zu zeremoniellen Anlässen. Die Arbeiterklasse hingegen aß einfache aber nahrhafte Lebensmittel, die eher als Kraftstoff statt als Genussmittel angesehen wurden.

Der „Gourmet-Boom“ in der Edo-Ära
Es dauerte noch bis zur Edo-Periode (1603-1867), als Edo (heute Tokio) Hauptstadt wurde und für Japan eine Zeit von Frieden und Stabilität begann, bevor sich die breite Masse an den Vergnügen guten Essens erfreuen konnte. Durch schnelles Wachstum wurde Edo die größte Stadt der Welt, mit einer Million Einwohner, worunter viele junge Arbeiter, die schnelle und nahrhafte Gerichte haben wollten, die dazu auch noch lecker waren. Viele Speisegeschäfte, -stände und -wagen schossen aus dem Boden um sie auf Wunsch zu bedienen und servierten ’fast-food’, wobei nicht so sehr auf Präsentation sondern eher auf Schnelligkeit, einfache Zubereitung und Geschmack geachtet wurde. An diesen köstlichen Gerichten konnte sich jedermann erfreuen und sie bilden die Basis der japanischen Küche wie wir sie heute kennen, worunter unter anderem absolute Favoriten wie Sushi, Soba-Nudeln, Tempura und Kabayaki.

Die wohlschmeckende Küche von heute für jedermann
Dieser Trend setzte sich auch nach der Edo-Ära weiter fort, bis durch die Meiji-Periode, als wachsender Fleischkonsum eine der wichtigsten Entwicklungen war. Hierdurch kam eine neue Reihe von Gerichten zur Blüte, die bis heute beliebt geblieben sind, worunter Tonkatsu (paniertes, frittiertes Schweinefleisch) und Shabu Shabu (dünne Scheiben Rindfleisch, gekocht in Dashi). Heute sorgt das Erbe dieser reichen Geschichte dafür, dass die japanische Küche uns einerseits die Ästhetik und die Raffinesse der Kaiseki-Tradition bietet, andererseits aber auch die entspannte Ungezwungenheit von Gerichten die nach dem Gourmet-Boom überall im Land entstanden.

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